Wärmeschutz

Isolierglas / Dreifachverglasung

Isolierglas besteht aus zwei oder drei Scheiben, die durch einen Abstandhalter getrennt und am Rand luftdicht versiegelt sind. Der Scheibenzwischenraum ist mit einem Edelgas — meist Argon — gefüllt und mindestens eine Scheibe trägt eine Wärmeschutzbeschichtung. Zweifachglas erreicht damit einen Ug-Wert um 1,1 W/(m²K), Dreifachverglasung 0,5 bis 0,8 W/(m²K).

Ein Isolierglas ist ein abgeschlossenes System: Zwei oder drei Glasscheiben werden über einen Abstandhalter auf Distanz gehalten und am Rand dauerhaft versiegelt. Der Zwischenraum wird mit Argon gefüllt, weil das Gas Wärme schlechter leitet als Luft, und mindestens eine der inneren Scheibenoberflächen trägt eine hauchdünne Metallbeschichtung, die Wärmestrahlung in den Raum zurückwirft. Diese Low-E-Beschichtung ist der eigentliche Grund für den guten U-Wert — nicht die Scheibendicke.

Die dritte Scheibe verbessert den Ug-Wert von etwa 1,1 auf 0,6 bis 0,7 W/(m²K), erhöht aber auch das Gewicht deutlich und senkt Lichttransmission und g-Wert. Für den beheizten Wohnwintergarten ist Dreifachverglasung heute der Regelfall, besonders im Dach: Dort wirkt sich die geneigte Einbaulage überproportional negativ auf den realen U-Wert aus, und Dreifachglas verliert dabei weniger als Zweifachglas.

Ein Detail, das im Angebot oft fehlt, aber messbar wirkt, ist der Randverbund. Klassische Abstandhalter aus Aluminium leiten Wärme direkt am Glasrand nach außen — dort entsteht die kälteste Innenoberfläche des ganzen Elements und damit die Stelle, an der zuerst Tauwasser ausfällt. Abstandhalter aus Edelstahl oder Kunststoff, im Handel „warme Kante" genannt, reduzieren diesen Effekt deutlich; im Uw-Nachweis schlägt sich das im Zuschlagswert Ψg nieder.

Worauf Sie beim Vergleich achten sollten: Der genannte Ug-Wert gilt nur für senkrechten Einbau, nicht für das geneigte Dach. Fragen Sie außerdem nach dem Randverbund und nach der Gasfüllung — ein „Dreifachglas" ohne Argon und ohne warme Kante ist deutlich schlechter als der Prospektwert vermuten lässt. Im Dach kommt hinzu, dass die untere Scheibe konstruktiv Verbundsicherheitsglas sein muss.

Ein letzter Hinweis zur Lebensdauer: Der Randverbund ist das Verschleißteil eines jeden Isolierglases. Wird er über die Jahre undicht, entweicht das Argon und Feuchtigkeit dringt in den Scheibenzwischenraum — sichtbar als milchiger Schleier zwischen den Scheiben, der sich nicht wegputzen lässt. Die Scheibe ist dann nicht reparabel, sondern muss getauscht werden. Fragen Sie deshalb nach der Garantiedauer auf den Randverbund; branchenüblich sind fünf bis zehn Jahre, und die Spanne zwischen den Anbietern ist ein guter Qualitätsindikator.

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