Kaltwintergarten Kosten 2026: Preise pro m², nach Größe und als Bausatz
Kaltwintergarten-Preise 2026 aus Preisportalen, Fachbetrieben und Shops: Kosten pro m² und nach Größe, Beispielbudget für 20 m², Bausatz, Glasschiebewände, Nebenkosten und Förderung.
Ein Kaltwintergarten ist ein unbeheizter Glasanbau: Dach und Wände aus Glas oder Kunststoffplatten, meist Aluminium- oder Holzprofile ohne Wärmedämmung, keine Heizung. Er ist saisonal nutzbar, oft mit Einfachverglasung ausgeführt, und verlängert die Terrassensaison vom Frühjahr bis in den Herbst, schützt Gartenmöbel und überwinternde Pflanzen und kostet nur einen Bruchteil eines beheizten Wohnwintergartens. Laut Blauarbeit liegt er bei einem Drittel bis einem Viertel der Kosten eines Wohnwintergartens.
Hier erfährst du, was ein Kaltwintergarten 2026 pro m² und nach Größe kostet, welche Posten im ersten Angebot oft fehlen, was ein Bausatz wirklich spart und wann ein Terrassendach mit Glasschiebewänden die günstigere Lösung ist. Einen Überblick über alle Wintergarten-Typen findest du auf unserer Seite Wintergarten Kosten.
Was kostet ein Kaltwintergarten pro m²?
Die Quadratmeterpreise gehen weit auseinander, weil sie Unterschiedliches meinen: Manche Angaben gelten nur für den Bausatz, andere für den montierten Glasbau, wieder andere für den fertigen Raum mit Fundament und Beschattung. Vergleiche deshalb immer zuerst, was im Preis enthalten ist. Die folgende Tabelle ordnet die gängigen Spannen nach Ausführung.
| Ausführung | Preis pro m² | Quelle |
|---|---|---|
| Bausatz Aluminium, Eigenmontage | 250 bis 500 € | Blauarbeit |
| Bausatz, vom Betrieb montiert | 400 bis 700 € | Blauarbeit |
| Kaltwintergarten montiert, einfach ausgestattet | 500 bis 900 € | Aroundhome |
| Maßanfertigung Aluminium | 700 bis 1.000 € | Blauarbeit |
| Maßanfertigung Holz oder Holz-Alu | 800 bis 1.200 € | Blauarbeit |
| Premium-Sommergarten mit Schiebeverglasung (Österreich, ohne Montage) | 1.730 bis 1.960 € | Fenster Schmidinger |
Für die meisten Käufer ist die Aroundhome-Zeile der richtige Maßstab: 500 bis 900 € pro m² für einen einfach ausgestatteten, montierten Kaltwintergarten. Ob das Fundament darin steckt, ist unklar: Aroundhome nennt es einmal als enthalten, in der eigenen Beispielrechnung aber getrennt. Plane 1.500 bis 5.000 € dafür ein und frag im Angebot nach. Außenbeschattung und Bodenbelag sind meist nicht enthalten. Wie sich die Quadratmeterpreise über alle Wintergarten-Typen verteilen, zeigt der Ratgeber Wintergarten Kosten pro m².
Warum kleine Kaltwintergärten pro m² teurer sind
Tür, Hausanschluss, Dachrinne, Anfahrt und Planung kosten fast gleich viel, ob der Glasbau 9 oder 20 m² groß ist. Deshalb sinkt der Quadratmeterpreis mit der Größe. Im Shop von Steda kostet ein Alu-Kaltwintergarten mit 4 × 2,5 m und Glasdach rund 1.006 € pro m², dasselbe weiße Modell mit 7 × 4 m nur rund 640 € pro m². Ein Kölner Fachbetrieb nennt für die Basis-Ausführung inklusive Montage einen Einstieg ab rund 8.000 € bei 9 m².
Quellen: Aroundhome, Blauarbeit, Commerzbank, Fenster Schmidinger, Wintergarten Köln.
Kaltwintergarten Kosten nach Größe: 10, 12, 15 und 20 m²
Die meisten Kaltwintergärten an Einfamilienhäusern sind zwischen 10 und 20 m² groß, typisch sind Maße wie 4 × 3 m oder 5 × 3 m. Die Tabelle zeigt, was ein einfach ausgestatteter, montierter Kaltwintergarten in diesen Größen kostet. Außenbeschattung und Bodenbelag kommen meist hinzu, je nach Angebot auch das Fundament mit 1.500 bis 5.000 €.
| Größe | Richtwert montiert (Aroundhome) | Weitere Angaben |
|---|---|---|
| 10 m² (z. B. 4 × 2,5 m) | 5.000 bis 9.000 € | Fachbetrieb Köln: ab ca. 8.000 € bei 9 m², Basis inkl. Montage |
| 12 m² (z. B. 4 × 3 m) | 6.000 bis 10.800 € (500 bis 900 € × 12 m²) | Aroundhome-Beispiel inkl. 1.500 € Fundament: ca. 10.300 € |
| 15 m² (z. B. 5 × 3 m) | 7.500 bis 13.500 € | Fachbetrieb Köln: Basis 13.500 bis 18.000 €; Stilbasis: montiert rund 11.000 bis 14.000 €, als Selbstbausatz 6.000 bis 8.000 € |
| 20 m² (z. B. 5 × 4 m) | 10.000 bis 18.000 € | Blauarbeit: 8.000 bis 24.000 €, je nach Ausführung vom Bausatz bis zur Maßanfertigung |
Als Gesamtbudget für einen Kaltwintergarten nennen mehrere Ratgeber fast wortgleich 10.000 bis 25.000 €, darunter die Bausparkasse Schwäbisch Hall und das Preisportal MyHammer. MyHammer gibt einen Einstieg ab etwa 5.000 € für einen einfachen Kaltwintergarten an und 25.000 bis 50.000 € für das obere Preissegment.
Was ein gut ausgestatteter Kaltwintergarten mit 20 m² komplett kostet, zeigt das Beispielbudget im nächsten Abschnitt.
Tabellenwerte sind Richtwerte. Was dein Projekt kostet, zeigt ein Angebot auf deine Maße.
Preise anfragen →Beispielbudget: Was ein Kaltwintergarten mit 20 m² komplett kostet
Der Glasbau ist nur ein Teil der Rechnung. So setzt sich ein gut ausgestatteter, 20 m² großer Kaltwintergarten aus Aluminium mit Zweifachglas zusammen. Die Aufstellung zeigt, woher der Unterschied zwischen Lockpreis und Endpreis kommt.
| Posten (20 m²) | Kosten |
|---|---|
| Streifenfundament | 1.600 bis 3.600 € |
| Konstruktion Aluminium mit Zweifachglas | 8.000 bis 16.000 € |
| Zwei Lüftungsflügel im Dach | 1.200 bis 3.000 € |
| Außenbeschattung | 2.400 bis 7.000 € |
| Bodenbelag | 800 bis 2.400 € |
| Planung und Genehmigung | 1.000 bis 3.000 € |
| Gesamt | 15.000 bis 35.000 € |
Mit einem Bausatz in Eigenmontage sinkt die Summe auf 8.000 bis 20.000 €. Die Commerzbank rechnet in einem einfacheren Beispiel ohne Lüftung und Bodenbelag mit 11.200 € für 20 m²: 1.000 € Fundament, 10.000 € für den Wintergarten bei 500 € pro m² und 200 € für ein Sonnensegel. Das sind Durchschnittswerte, keine Angebotspreise.
Der größte Unterschied zwischen günstiger und teurer Ausführung steckt in zwei Posten: Konstruktion und Beschattung. Ein Glasdach in der Sonne heizt den Raum im Sommer stark auf. Ohne Beschattung steigt die Temperatur laut Blauarbeit auf über 45 °C, auf der Südseite ist der Raum dann im Hochsommer tagsüber kaum nutzbar. Diese beiden Posten zu streichen, spart auf dem Papier mehrere Tausend Euro, kostet aber die Nutzbarkeit im Sommer. Wie du den Glasbau im Sommer kühl hältst, erklärt der Ratgeber Wintergarten Beschattung.
Quellen: Blauarbeit Kaltwintergarten-Kosten, Commerzbank.
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Kaltwintergarten-Bausatz: Was er kostet und was er wirklich spart
Bausätze gibt es in zwei sehr unterschiedlichen Klassen. Die günstige Klasse sind Gartenzimmer aus Aluminium mit Wänden aus Polycarbonat und einem Dach aus Doppelstegplatten. Die zweite Klasse sind Bausätze mit Glasdach und Glasschiebewänden, die einem Kaltwintergarten vom Fachbetrieb schon nahekommen.
| Bausatz | Größe | Preis | Pro m² (gerechnet) |
|---|---|---|---|
| Home Deluxe AMARIS (Lidl), Wände 3 mm Polycarbonat | 428 × 300 cm (ca. 12,5 m²) | 2.747 € | ca. 220 € |
| Juskys Wintergarten, Wände 3 mm Polycarbonat | 425 × 300 cm (12 m²) | 3.899 € | ca. 325 € |
| Juskys Wintergarten, Wände 3 mm Polycarbonat | 550 × 300 cm (15 m²) | 4.599 € | ca. 307 € |
| Steda Alu, Glasschiebewände 8 mm, Dach Doppelsteg | 400 × 250 cm | 7.089 bis 8.610 € | ca. 709 bis 861 € |
| Steda Alu, Glasschiebewände, Dach VSG | 400 × 250 cm | 8.536 bis 10.251 € | ca. 854 bis 1.025 € |
| Steda Alu, Glasschiebewände, Dach VSG | 700 × 400 cm | 14.741 bis 18.482 € | ca. 526 bis 660 € |
Bei Juskys und Lidl sind Fundament und Montage nicht im Preis enthalten; Steda nennt dazu im Shop nichts, frag vor dem Kauf nach. Bei Steda hängt der Preis teils sogar von der Profilfarbe ab: Das Modell 4 × 2,5 m in Anthrazit mit Doppelstegdach war günstiger als dasselbe Modell in Weiß. Über alle 200 Aluminium-Modelle im Shop liegt der mittlere Preis bei rund 610 € pro m², bei den Holz-Varianten bei rund 566 € pro m².
Wie viel du mit Eigenmontage sparst
Die Montage durch einen Betrieb kostet 150 bis 250 € pro m² zusätzlich zum Material. Bei 15 m² sind das rund 2.250 bis 3.750 €. Wohnglück nennt 2.000 bis 4.000 € Ersparnis durch Eigenaufbau, Schwäbisch Hall bei umfassender Eigenleistung rund 2.500 bis 5.000 €. Die Ersparnis ist also real, aber begrenzt. Sie setzt voraus, dass du ein tragfähiges Fundament herstellen, schwere Glasscheiben sicher einsetzen und den Wandanschluss dauerhaft dicht bekommst.
Ob sich der Bausatz für dich lohnt oder der Fachbetrieb am Ende günstiger ist, haben wir im Ratgeber Kaltwintergarten: Bausatz oder Fachbetrieb ausführlich verglichen.
Quellen: Steda Shop, Juskys, Lidl, Wohnglück, Schwäbisch Hall.
Glasdach oder Polycarbonat, Einfachglas oder Isolierglas: Was die Verglasung kostet
Die Verglasung entscheidet beim Kaltwintergarten über Preis, Optik und Nutzungsdauer im Jahr. Beim Dach geht es um Glas oder Kunststoff, bei den Wänden um Einfachglas oder Isolierglas. Die folgenden Aufpreise nennt Blauarbeit jeweils pro m² gegenüber einer Polycarbonat-Stegplatte:
| Verglasung | Aufpreis pro m² | Wofür sie taugt |
|---|---|---|
| Einfachglas | 30 bis 70 € | klare Sicht, Wetterschutz, kaum Wärmeschutz |
| Verbundsicherheitsglas (VSG) im Dach | 60 bis 140 € | bei Glasdächern vorgeschrieben |
| Zweifach-Isolierglas | 90 bis 180 € | längere Nutzung in Frühjahr und Herbst, weniger Kondenswasser |
Für das Material allein nennt Aroundhome bei Dacheindeckungen 60 bis 120 € pro m² für VSG-Klarglas und 20 bis 50 € pro m² für Doppelstegplatten. Im Steda-Shop kostet das Glasdach gegenüber dem Doppelstegdach je nach Modell zwischen rund 450 € (Holz, 4 × 2,5 m) und rund 3.180 € (Aluminium, 7 × 4 m) mehr.
Wie stark die Ausstattung den Preis treibt, zeigt ein Fall aus dem Hausbau-Forum: Ein Nutzer bekam im Januar 2021 für eine rund 26 m² große, teils schräg zulaufende Überdachung zwei Angebote.
Mit 10 mm VSG-Dach, Unterdach-Beschattung und rahmenlosen Glasschiebetüren an beiden Seiten kostete sie 19.000 €. Mit Polycarbonat-Stegplatten, ohne Beschattung und mit nur einer verglasten Seite waren es 8.000 €. Ein anderer Nutzer kalkulierte 2020 im Hausbau-Forum für den Eigenbau von Seiten und Front unter seinem gerade bestellten Glas-Terrassendach rund 4.000 € mit ESG-Scheiben und rund 12.000 € mit Isolierglas und passenden Profilen.
Quellen: Blauarbeit, Aroundhome Terrassendach-Preise, Steda, Hausbau-Forum, Eigenbau-Kalkulation.
Terrassendach mit Glasschiebewänden: Der günstige Weg zum Kaltwintergarten?
Viele Kaltwintergärten entstehen aus einer Terrassenüberdachung, die nachträglich mit Glasschiebewänden geschlossen wird. Das ist oft günstiger als ein fertiger Kaltwintergarten, weil die Schiebewände ohne Dichtungsanschluss an Boden und Decke auskommen. Dafür bleibt der Raum weniger dicht, Wind und Schlagregen kommen durch die Fugen.
| Glasschiebewand | Preis | Was enthalten ist |
|---|---|---|
| Fachbetrieb, je Seite (Aroundhome) | ab 2.000 € | Glasschiebewand, feste Seitenwand ab 1.800 € |
| Fachbetrieb, je m² Wandfläche (Blauarbeit) | 200 bis 500 € | Schiebeelemente aus Glas |
| Rexin REXOslide, 3 m, 4-spurig | ab 549 € plus Glas | Bausatz ohne Glas, ESG 8 mm ab 119 € pro m² |
| Biohort Glasschiebewand 5,68 m (toom) | 3.699 € | Bausatz mit Klarglas, Höhe 2,35 m |
Rechnet man den Rexin-Bausatz für eine 3 m breite Wand mit rund 6,9 m² Glas in 8 mm ESG zusammen, kommt man bei 2,3 m Glashöhe auf rund 1.370 € Material ohne Montage. Ein Nutzer im österreichischen Forum energiesparhaus.at nannte im September 2024 rund 5.200 € für eine 6,7 m breite, 4-gleisige Wand inklusive Bodenschiene; ob mit Montage, sagt er nicht.
Ein anderer verglich Anfang 2025 mehrere Angebote für zwei Glasschiebewände mit 3 m und 4 m Breite: 10.700 € komplett.
Hinzu kommt das Terrassendach selbst. Aroundhome nennt für Aluminium mit Glasdach 250 bis 1.200 € pro m². Wenn du schon ein stabiles Terrassendach mit Glaseindeckung hast, ist das Nachrüsten von Schiebewänden fast immer der günstigste Weg zum Kaltwintergarten.
Fängst du bei null an, liegt die Kombination aus Terrassendach und drei Glasschiebewänden preislich oft schon im Bereich eines einfachen Kaltwintergartens. Wer heute ein Terrassendach baut und es später schließen will, sollte gleich frostfrei gründen: Das kostet laut Blauarbeit 1.000 bis 3.000 € mehr, nachträgliches Unterfangen 150 bis 400 € je Fundamentpunkt. Wie du ein bestehendes Dach verglasen kannst und was du dabei beachten musst, steht im Ratgeber Terrassendach nachträglich verglasen.
Quellen: Aroundhome, Blauarbeit, Rexin Shop, Rexin ESG, toom.
Welches Material ist günstiger: Aluminium, Holz oder Kunststoff?
Für Kaltwintergärten werden Aluminium, Holz, Holz-Alu und seltener Kunststoff verwendet. Aluminium dominiert, weil es wartungsarm ist und schlanke Profile mit großen Glasflächen erlaubt. Die Preise je Material gehen in den Quellen allerdings auseinander.
| Material | Preisrelation (Wohnglück) | Maßanfertigung pro m² (Blauarbeit) | Stärke | Nachteil |
|---|---|---|---|---|
| Kunststoff | günstigster Einstieg | keine Angabe | niedriger Preis | dickere Profile, begrenzte Spannweiten |
| Holz | 30 bis 40 % teurer als Kunststoff | 800 bis 1.200 € | warme Optik | Anstrich muss regelmäßig erneuert werden |
| Holz-Aluminium | keine Angabe | 800 bis 1.200 € | innen Holz, außen wetterfest | kein Preisvorteil gegenüber Holz |
| Aluminium | etwa doppelt so teuer wie Kunststoff | 700 bis 1.000 € | schlank, wartungsarm, großer Anbietermarkt | ohne thermische Trennung kalt und kondenswasseranfällig |
Für dich als Käufer heißt das: Das Material verschiebt den Preis weniger als Größe, Verglasung und die Frage, ob Schiebewände oder feste Elemente verbaut werden. Aluminium ist beim Kaltwintergarten der Standard und bei Maßanfertigungen eher etwas günstiger als Holz. Im Bausatz-Bereich ist es teils umgekehrt, dort sind Holzmodelle bei Steda im Mittel günstiger.
Nebenkosten: Fundament, Beschattung, Lüftung und Genehmigung
Die meisten Angebote für einen Kaltwintergarten nennen nur den Glasbau. Diese Posten kommen fast immer hinzu; Beschattung und Lüftung allein machen laut Blauarbeit rund ein Viertel des Budgets aus:
| Posten | Kosten | Quelle |
|---|---|---|
| Punktfundamente | 40 bis 90 € pro m² Grundfläche | Blauarbeit |
| Streifenfundament | 80 bis 180 € pro m² Grundfläche | Blauarbeit |
| Bodenplatte ungedämmt | 120 bis 220 € pro m² | Blauarbeit |
| Beschattung, einfache Markise oder Rollo | 1.000 bis 3.500 € | Stilbasis |
| Dachbeschattung außen, 20 m² | 2.400 bis 7.000 € | Blauarbeit |
| Automatische Fensteröffner | 300 bis 900 € je Flügel | Blauarbeit |
| Baugenehmigung | rund 500 € | Commerzbank |
| Frostwächter | 40 bis 150 € | Blauarbeit |
Auch ein Kaltwintergarten braucht ein frostfrei gegründetes, tragfähiges und ebenes Fundament. Die Commerzbank nennt dafür 1.000 bis 5.000 €, Stilbasis 1.500 bis 4.000 €. Wer ihn später beheizen will, sollte das vor dem Bau mit dem Fachbetrieb besprechen: Ein beheizter Wintergarten braucht zusätzlich ein gedämmtes Fundament.
Was beim Umbau zum beheizten Raum sonst noch anfällt, erklärt der Ratgeber Kaltwintergarten nachrüsten und heizen. Welche Fundamentart für welchen Wintergarten passt, steht im Ratgeber Wintergarten-Fundament.
Bei der Lüftung sparen viele am falschen Ende. Ein Glasraum ohne Dachlüftung staut im Sommer Hitze und im Winter Feuchtigkeit. Mindestens ein Lüftungsflügel im Dach oder ein Spalt unter der Traufe sollte eingeplant sein, bei größeren Flächen zwei.
✅ Deine Checkliste für: Nebenkosten: Fundament, Beschattung, Lüftung und Genehmigung
Quellen: Blauarbeit Fundament, Blauarbeit Terrassendach oder Wintergarten, Stilbasis, Commerzbank.
Laufende Kosten: Was ein Kaltwintergarten im Jahr kostet
Weil ein Kaltwintergarten nicht beheizt wird, sind die laufenden Kosten gering. Schwäbisch Hall und Wohnglück nennen jeweils rund 200 € im Jahr. Blauarbeit kommt auf 250 bis 1.300 € im Jahr, darin bis zu 150 € für einen Frostwächter, der Pflanzen im Winter schützt. Für eine professionelle Reinigung der hohen Glasflächen nennt die Commerzbank rund 300 € je Reinigung.
Quellen: Schwäbisch Hall, Wohnglück, Blauarbeit, Commerzbank.
Ein Kaltwintergarten ist kein Wohnraum und darf nicht wie einer genutzt werden. Wer ihn im Winter dauerhaft mit einem Heizlüfter auf Zimmertemperatur bringen will, heizt durch Einfachglas und ungedämmte Profile praktisch nach draußen. Hinzu kommt Kondenswasser, das an kalten Scheiben und Profilen abläuft und Schimmel begünstigen kann. Ein Frostwächter, der die Temperatur knapp über null hält, ist dagegen sinnvoll und günstig.
Wie Käufer ihren Kaltwintergarten im Alltag erleben, wo er sich bewährt und wo er enttäuscht, haben wir im Ratgeber Kaltwintergarten Erfahrungen zusammengetragen.
Baugenehmigung, Wohnfläche und Förderung beim Kaltwintergarten
Baugenehmigung: Ob du für einen Kaltwintergarten einen Bauantrag brauchst, regelt die Bauordnung deines Bundeslands. Einige Länder lassen kleine Anbauten ohne Aufenthaltsraum verfahrensfrei zu, meist begrenzt über den umbauten Raum. In Baden-Württemberg gilt das etwa für Vorbauten ohne Aufenthaltsräume bis 40 m³ Brutto-Rauminhalt im Innenbereich.
Ein Kaltwintergarten mit 15 m² und 2,5 m Höhe liegt bereits bei rund 37,5 m³.
Nordrhein-Westfalen stellt Wintergärten bis 30 m² Brutto-Grundfläche an Gebäuden der Gebäudeklassen 1 bis 3 mit mindestens 3 m Grenzabstand verfahrensfrei (§ 62 Abs. 1 Nr. 1 g BauO NRW).
Abstandsflächen und Bebauungsplan gelten auch ohne Genehmigung. Klär das vor der Bestellung bei der Bauaufsicht. Wie groß ein Wintergarten ohne Genehmigung sein darf, steht im Ratgeber Wintergarten genehmigungsfrei: Welche Größe, die Regeln aller Länder im Ratgeber Wintergarten Baugenehmigung.
Wohnfläche: Nach der Wohnflächenverordnung zählen unbeheizbare Wintergärten zur Hälfte zur Wohnfläche. Voraussetzung ist, dass der Anbau baurechtlich zulässig ist. Das spielt vor allem bei Vermietung oder Verkauf eine Rolle.
Förderung: Für einen Kaltwintergarten gibt es keine staatliche Förderung. Das BAFA-Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen schließt die Neuerrichtung unbeheizter Wintergärten ausdrücklich aus. Steuerlich kannst du aber die Arbeitskosten des Fachbetriebs über den Handwerkerbonus nach § 35a EStG geltend machen: 20 % der Arbeitskosten, höchstens 1.200 € im Jahr. Für 2027 plant die Bundesregierung eine Kürzung auf 15 % und höchstens 900 € (Gesetzentwurf, Stand Oktober 2026). Voraussetzung ist eine Rechnung mit getrennt ausgewiesenen Arbeitskosten und eine Überweisung. Grundlage sind § 35a EStG und das BAFA-Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen. Mehr dazu im Ratgeber Wintergarten Förderung.
So vergleichst du Angebote für einen Kaltwintergarten
Zwei Angebote für den gleichen Kaltwintergarten können um mehrere Tausend Euro auseinanderliegen, ohne dass einer der Anbieter überteuert ist. Meist steckt der Unterschied im Leistungsumfang. So machst du Angebote vergleichbar:
Schritt 1: Lege Maße, Dachform und gewünschte Verglasung vorher fest und gib allen Anbietern dieselben Vorgaben.
Schritt 2: Fordere eine Aufstellung nach Posten: Konstruktion, Verglasung, Fundament, Montage, Beschattung, Lüftung, Elektrik, Genehmigung.
Schritt 3: Rechne jedes Angebot auf den Preis pro m² Grundfläche um und vergleiche mit den Spannen in diesem Ratgeber.
Schritt 4: Lass dir die Schneelast, für die das System ausgelegt ist, und die Glasart im Dach schriftlich geben.
Schritt 5: Achte auf Arbeitskosten als eigene Rechnungsposition, damit du den Handwerkerbonus nutzen kannst.
Hol mindestens drei Angebote regionaler Fachbetriebe ein, bei einem Projekt von 10.000 bis 35.000 Euro lohnt sich der Vergleich. Ein Betrieb in deiner Nähe kennt die Bauordnung deines Landes, die Schneelastzone und hat meist schon vergleichbare Anbauten gebaut. Worauf du bei der Auswahl des Betriebs achten solltest, erklärt der Ratgeber Wintergartenbauer finden.
Kaltwintergarten oder Wohnwintergarten: Lohnt sich der Aufpreis?
Der Preisunterschied ist groß: 20 m² Kaltwintergarten kosten vom Bausatz bis zur Maßanfertigung 8.000 bis 24.000 €, ein beheizter Wohnwintergarten gleicher Größe 30.000 bis 70.000 €, als Konstruktion vom Bausatz bis zur Maßanfertigung. Komplett mit Fundament, Beschattung und Lüftung kommt der Kaltwintergarten auf 15.000 bis 35.000 €. Vom Fachbetrieb montiert reichen unter 10.000 € bei 20 m² meist nur für eine Überdachung.
| Merkmal | Kaltwintergarten | Wohnwintergarten |
|---|---|---|
| Kosten 20 m² (Blauarbeit) | 8.000 bis 24.000 € Konstruktion, komplett 15.000 bis 35.000 € | 30.000 bis 70.000 € |
| Nutzung | Frühjahr bis Herbst | ganzjährig als Wohnraum |
| Laufende Kosten | 200 bis 1.300 € im Jahr | Heizkosten zusätzlich |
| Wohnfläche (WoFlV) | zur Hälfte | voll (bei mindestens 2 m lichter Höhe) |
| Förderung | keine | nur für energetische Bauteile |
Der Kaltwintergarten lohnt sich, wenn du vor allem eine geschützte Terrasse für die warme Jahreshälfte willst, Pflanzen überwintern möchtest oder das Budget für 20 m² unter rund 35.000 € liegt. Wenn du eine echte Wohnraumerweiterung für Homeoffice oder Esszimmer im Winter brauchst, führt am Wohnwintergarten kein Weg vorbei. Wie du dabei vorgehst, zeigt der Ratgeber zur Wintergartenplanung. Was ein beheizter Wintergarten kostet, steht im Ratgeber Wohnwintergarten Kosten, den direkten Vergleich beider Typen findest du unter Kaltwintergarten vs. Wohnwintergarten.
Häufige Fragen zu Kaltwintergarten-Kosten
Was kostet ein Kaltwintergarten mit 20 m²?
Einfach ausgestattet und montiert nennt Aroundhome 10.000 bis 18.000 €, ob mit Fundament, geben Preisportale unterschiedlich an; plane dafür 1.500 bis 5.000 € ein. Komplett mit Fundament, Zweifachglas, Lüftungsflügeln, Außenbeschattung, Bodenbelag und Genehmigung rechnet Blauarbeit mit 15.000 bis 35.000 €. Mit einem Bausatz in Eigenmontage sind 8.000 bis 20.000 € möglich.
Was kostet ein Kaltwintergarten pro m²?
Einfach ausgestattet und montiert etwa 500 bis 900 € pro m² (Aroundhome). Bausätze zur Eigenmontage starten bei 250 bis 500 € pro m², Maßanfertigungen aus Holz oder Holz-Alu liegen bei 800 bis 1.200 € pro m² (Blauarbeit). Bei Bausätzen und Maßanfertigungen kommt das Fundament hinzu.
Was kostet ein Kaltwintergarten mit 12 m²?
Aroundhome rechnet für einen einfach ausgestatteten Kaltwintergarten mit 12 m² ein Beispiel von rund 10.300 € vor: 7.000 € für Rahmen und Verglasung, 1.100 € für Fenster und Schiebetür, 1.500 € Fundament, 500 € Sonnenschutz und 200 € Genehmigung. Ein Kölner Fachbetrieb nennt für eine Premium-Ausführung mit Schiebeelementen und 8-mm-Glas bei 4 × 3 m 14.400 bis 18.000 €. Ein Polycarbonat-Gartenzimmer dieser Größe gibt es als Bausatz ab rund 2.700 €.
Ist ein Kaltwintergarten-Bausatz günstiger?
Ja, aber weniger als oft angenommen. Die Montage durch einen Betrieb kostet 150 bis 250 € pro m². Eigenleistung spart je nach Quelle 2.000 bis 5.000 €. Dafür trägst du das Risiko für Fundament, Statik und dichten Wandanschluss selbst.
Ist ein Terrassendach mit Glasschiebewänden günstiger als ein Kaltwintergarten?
Wenn das Terrassendach schon steht, meist ja. Glasschiebewände kosten laut Aroundhome ab 2.000 € je Seite. Beginnst du bei null, liegt die Kombination aus Dach und drei Schiebewänden oft im Bereich eines einfachen Kaltwintergartens, ist aber weniger dicht.
Brauche ich für einen Kaltwintergarten eine Baugenehmigung?
Das hängt vom Bundesland und der Größe ab. Einige Bauordnungen lassen kleine Vorbauten ohne Aufenthaltsräume genehmigungsfrei zu, in Baden-Württemberg etwa bis 40 m³ Brutto-Rauminhalt im Innenbereich. In NRW sind Wintergärten bis 30 m² an Gebäuden der Gebäudeklassen 1 bis 3 mit mindestens 3 m Grenzabstand verfahrensfrei. Frag vor der Bestellung bei der Bauaufsicht nach.
Gibt es Förderung für einen Kaltwintergarten?
Nein. Die Neuerrichtung unbeheizter Wintergärten ist laut BAFA ausdrücklich nicht förderfähig. Die Arbeitskosten des Fachbetriebs kannst du aber über den Handwerkerbonus von der Steuer absetzen: 20 % der Arbeitskosten, höchstens 1.200 € im Jahr.
Welche laufenden Kosten hat ein Kaltwintergarten?
Schwäbisch Hall und Wohnglück nennen rund 200 € im Jahr, vor allem für Reinigung und Wartung. Blauarbeit kommt auf 250 bis 1.300 € im Jahr, darin bis zu 150 € für einen Frostwächter. Heizkosten fallen nicht an.
Fazit: Plane mit 10.000 bis 35.000 € für 20 m²
Ein Kaltwintergarten ist die günstigste Art, die Terrasse in einen geschützten Glasraum zu verwandeln. Montiert kostet er 500 bis 900 € pro m², als Bausatz die Hälfte, als Maßanfertigung aus Holz oder Holz-Alu bis 1.200 €. Für 20 m² sind einfach ausgestattet rund 10.000 bis 18.000 € realistisch, plus Fundament, falls es nicht enthalten ist, mit Isolierglas, Außenbeschattung, Lüftung und Bodenbelag 15.000 bis 35.000 €.
Spare nicht an Beschattung und Lüftung, sonst ist der Glasraum im Sommer kaum nutzbar. Und wenn du ihn später vielleicht beheizen willst, sprich das vor dem Bau an: Ein beheizter Wintergarten braucht ein gedämmtes Fundament. Den verlässlichsten Preis für dein Projekt bekommst du mit drei vergleichbaren Angeboten regionaler Fachbetriebe, in denen alle Posten einzeln ausgewiesen sind.
Quellen (Stand Oktober 2026): Aroundhome Kaltwintergarten, Blauarbeit Kaltwintergarten-Kosten, Blauarbeit Wintergarten oder Terrassenüberdachung, MyHammer, Schwäbisch Hall, Wohnglück, Stilbasis, BAFA Infoblatt förderfähige Maßnahmen Nr. 9.1, § 4 WoFlV, § 35a EStG.
Der unbeheizte Glasanbau: Preise, Genehmigungsfreiheit, Abgrenzung zum Wohnwintergarten, Nachrüsten.
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